Interview

Dr. Christian Strack

Offenheit ist eine Voraussetzung für die erfolgreiche Mediation.

Deshalb stellt sich Dr. Christian Strack in diesem Interview offenen Fragen über die Erfolgs-
methode und seine Leidenschaft für den Beruf.
Eine gute Gelegenheit, den Mediator kennen zu lernen:

Herr Dr. Strack, was verbinden Sie mit Mediation?

Dr. Strack: Eine enorme Kraft. Emotionen, ganz viel Gefühl — selbst bei den sachlichsten
Auseinandersetzungen. Ich verbinde damit Konflikte, die gelöst werden.
Und zwar erstaunlich schnell: In der Regel genügen zwei, drei Sitzungen.
Zudem wirkt Mediation nachhaltig: Die Klienten nehmen viel mehr mit, als die Lösung eines
Streits. Sie lernen, Konflikte selbst zu lösen, das ist wichtig für die Zukunft.
Und es geht Ihnen mental wesentlich besser:
Die psychischen Auswirkungen eines Konflikts können enorm sein.
Dieser ganze Stress, die Anspannung und Verzweiflung fallen mit der Streitlösung von ihren
Schultern. Darüber sind meine Klienten besonders froh – und ich ebenfalls.

Ist Mediation tatsaechlich so wirksam?

Dr. Strack: Von Anfang an, schon vor meiner umfassenden Ausbildung zum Mediator, war
ich aus tiefstem Herzen davon überzeugt, dass Mediation der beste und schnellste Weg
zur Konfliktlösung ist.
Allerdings muss ich zugeben, dass mich die schnelle, starke Wirkungskraft anfangs selbst
überrascht hat.
Meinen Klienten geht es ebenso: Bisher war jede von mir geleitete Mediation erfolgreich.

Weshalb sind Sie Mediator geworden?

Dr. Strack: Wie die meisten Menschen habe ich viel erlebt und gelernt in meinem Leben.
Eines war dabei immer präsent: Der Wunsch, anderen Menschen zu helfen.
Die Mediation ist nach meiner Überzeugung die wirksamste Methode, um Konflikte zu lösen.
Deshalb bin ich Mediator geworden.

Ich helfe den Menschen, sich selbst zu helfen. Dabei bin ich allparteilich, alle Konfliktpartner
erhalten das gleiche Recht, sich zu äußern und Wünsche offen zu formulieren.
Das dürfen sie auch: Diskretion ist garantiert.

Faellt es Ihnen manchmal schwer, allparteilich zu bleiben?

Dr. Strack: Auch hier hilft mir Lebens- und Berufserfahrung:
Als Dozent habe ich über 500 SchülerInnen in Recht und Psychologie unterrichtet.
Meine Schüler lehrten mich über die Jahre, jeden Menschen wertzuschätzen, zu respektieren
und ihm ohne Vorurteile gegenüber zu treten.
Es fällt mir dadurch leicht, meine Allparteilichkeit zu wahren.

Was ist fuer Sie persoenlich das Schoenste an Ihrem
Beruf als Mediator?

Dr. Strack: Wenn alles offen auf dem Tisch liegt, geschehen die erstaunlichsten Dinge.
Dem beiwohnen zu dürfen, erleben zu dürfen, dass der Knoten platzt und die Klienten über-
sprudeln vor eigenen Lösungen — das ist das Größte an diesem Beruf.

Was wuerden Sie Interessierten gern mitteilen?

Dr. Strack: Wo ein Problem, da auch eine Lösung.
Ich freue mich, wenn ich Sie bei Ihrer Konfliktlösung unterstützen darf. Und ich weiss, dass
wir es gemeinsam schaffen.

Im Gespräch mit Regina von Bergen | 01. Juni 2009